IG Metall - Perspektive Ost
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12.07.2020, 23:07 Uhr

Tarifbewegung Textile Dienste

Tarifkommissionen Textile Dienste empfehlen als Forderung 5 Prozent

  • 28.01.2020

5 Prozent mehr Geld, verbesserte Altersteilzeit und Angleichung der Arbeitsbedingungen im Osten an den Westen. Diese Forderung empfehlen die regionalen Tarifkommissionen der IG Metall für die Textilen Dienste. Die Tarifverhandlungen starten am 6. Februar.

Die IG Metall soll 5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in den Textilen Diensten fordern. Die Entgelte sollen dabei um mindestens 100 Euro im Monat steigen, auch die Vergütungen der Auszubildenden. Diese Empfehlung haben die regionalen Tarifkommissionen der IG Metall für die Textilen Dienste beschlossen. Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern starten am 6. Februar.

Die Tarifkommissionen schätzen die wirtschaftliche Lage der Branche insgesamt als gut bis sehr gut ein. Die Auftragslage ist stabil. Die Betriebe suchen Fachkräfte, besonders in der Logistik.

Außerdem empfehlen die Mitglieder der Tarifkommissionen einstimmig die Fortführung der Altersteilzeit mit verbesserten Bedingungen.
"Unsere Auslastung ist gut, es sind genug Aufträge da. Das haben unsere Chefs auch auf der Betriebsversammlung gesagt", bestätigt Tarifkommissionsmitglied Sandra Schneider, Betriebsrätin bei Wulff Textil Service in Kiel. "5 Prozent mehr sind realistisch. Wir müssen unsere Forderungen ja auch durchsetzen. Außerdem haben wir bei uns im Betrieb viele ältere Beschäftigte, die gerne in Altresteilzeit gehen würden, aber es nicht können, weil die Quote zu niedrig ist."

Angleichung Ost
Darüber hinaus haben die Tarifkommissionen darüber diskutiert, wie die IG Metall die Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost und West erreichen kann. Die Tarifkommission des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen fordert hierfür einen verbindlichen Zeitplan.

"Die Angleichung der Ost-Löhne an den Westen ist unser Top-Thema im Betrieb. Das wissen wir aus zahlreichen persönlichen Gesprächen. Daher haben unsere IG Metall-Mitglieder das auf unserer Mitgliederversammlung zur Tarifforderung im Betrieb auch so beschlossen", berichtet Tarifkommissionsmitglied Michael Jacob, Betriebsratsvorsitzender bei Elis Textilmanagement in Striegistal/Sachsen. "Nach 30 Jahren ist die Angleichung dringend angebracht. Wir leisten die gleiche Arbeit wie im Westen, daher müssen wir auch das selbe Geld verdienen. Es geht ja dabei nicht nur um das Einkommen jetzt, sondern auch um die Rentenpunkte für die spätere Rente."

Zu den Textilen Diensten zählen hauptsächlich Großwäschereien, die Berufskleidung reinigen und Krankenhäuser versorgen. Die Arbeitsbelastung ist hoch: Hitze, Schmutz, starke Gerüche sowie langes Stehen und schweres Heben prägen oft den Arbeitsalltag der Beschäftigten.

So geht es weiter

  • Am 3./4. Februar wird der Vorstand der IG Metall auf Grundlage der Forderungsempfehlung der Tarifkommissionen die endgültige Forderung beschließen.
  • Am 6. Februar starten die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern.
  • Die Laufzeit der bisherigen Tarifverträge endet am 29. Februar. Dann läuft die Friedenspflicht aus und Warnstreiks sind zulässig.

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