IG Metall - Perspektive Ost
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02.12.2021, 09:12 Uhr

IG Metall Bezirk Mitte

Opel und Arbeitnehmervertreter einigen sich auf tarifliche Regelung. Der Standort Eisenach verbleibt als selbstständiger Unternehmensteil unter dem Dach der Opel Automobile GmbH.

  • 22.11.2021

Die Arbeitnehmervertreter der IG Metall und des Betriebsrates haben sich mit Opel auf eine Ergänzung der bestehenden tariflichen Regelungen nach schwierigen Verhandlungen geeinigt: Der Opel-Standort Eisenach verbleibt als selbstständiger Unternehmensteil unter dem Dach der Opel Automobile GmbH. Die vom Management geplante Ausgliederung des Standortes Eisenach und die geplante Ausgliederung des Stammsitzes von Opel in Rüsselsheim in die Stellantis-Gruppe sind vom Tisch. Die Produktionsbereiche bleiben damit bei Opel und die Mitbestimmung ist gesichert. Für den Standort Eisenach ist der Anlauf des Grandland exklusiv ab Jahresbeginn 2022 zugesagt.

Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte, sieht in der erzielten tariflichen Einigung eine Haltelinie für Standorte und Beschäftigung: „Die Ausgliederung und Zerschlagung von Opel konnte verhindert und die Beschäftigung abgesichert werden. Ich hoffe, dass das Management in Zukunft das Unternehmen konstruktiver und transparenter lenkt und Opel ab jetzt nur noch mit innovativen Fahrzeugen die Beschäftigten und die Öffentlichkeit begeistert.“

Bernd Lösche, Betriebsratsvorsitzender bei Opel in Eisenach sagt: „Die Eisenacher Belegschaft hat gezeigt, dass sie bereit ist für ihre berechtigten Forderungen auch geschlossen einzustehen. Der Grandland exklusiv für Eisenach bringt nun die verbindliche Zusage, die wir in Eisenach brauchen, um mehr Zukunftssicherheit zu erlangen.“

Uwe Baum, Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzender: „Die Werke in Rüsselsheim und Eisenach verbleiben in der Opel-Familie – das ist ein großer Erfolg! Der Widerstand der Betriebsräte und der IG Metall haben zusammen mit dem Engagement der Belegschaft und der Unterstützung der Politik Wirkung gezeigt. Damit haben wir ein wichtiges Etappenziel erreicht. Nun wird es darum gehen, auch für die noch offenen Themen gute Lösungen im Sinne der Beschäftigten zu finden.“

Ulrike Obermayr, Geschäftsführerin der IG Metall Darmstadt und Unternehmensbeauftragte der IG Metall bei Opel, betont: „Es ist ein gutes Signal, dass die geplanten Ausgründungen vom Tisch sind und sorgt für eine gewisse Ruhe für die Opel-Beschäftigten in Eisenach und Rüsselsheim.

Am 29. Oktober hatten Opel-Beschäftigte an den Standorten in Eisenach und Kaiserlautern für eine faire Transformation und gegen eine Zerschlagung des Unternehmens demonstriert. Opel-Beschäftigte aus Rüsselsheim beteiligten sich an einer entsprechenden Aktion in Frankfurt am Main.

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