IG Metall - Perspektive Ost
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04.08.2020, 07:08 Uhr

Wolfgang Lemb auf Ostsachsen-Tour

Mehr Mitbestimmung und Betriebsräte

  • 12.06.2020

Bei seinen Besuchen in mehreren Betrieben in Ostsachsen sprach sich das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Wolfgang Lemb, für mehr Mitbestimmung und mehr Betriebsratswahlen in den Betrieben in Ostdeutschland aus. Mit der Tour wollte er das Engagement der IG Metall in Ostsachsen und der Betriebsräte unterstützen.

Bei TDDK in Straßgräbchen bei Kamenz mit knapp 800 Beschäftigten soll die Wahl eines ordentlichen Betriebsrats vorangetrieben werden Lemb: „Ein Betrieb dieser Größenordnung und noch dazu Zulieferer für fast alle Automobilzulieferer in Deutschland ohne Betriebsrat? Das ist nicht akzeptabel, hier muss zwingend nachgebessert werden.  Wir als IG Metall setzen uns dafür ein, dass die Kolleginnen und Kollegen auch hier bei TDDK eine Chance bekommen eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Gemeinsam mit dem Team der Geschäftsstelle Ostsachsen wird das gelingen, da bin ich mir sicher. “

 Bei Borbet GmbH in Kodersdorf ging es um eine standortübergreifende Solidaritätsaktion im Kampf zum Erhalt des Tarifvertrages. Lemb: „Im Rahmen der heutigen Solidaritätsaktion habe ich mir ein Bild über die aktuelle Situation hier bei Borbet in Kodersdorf machen können. Dieser hochmoderne Standort hat die niedrigsten Löhne in der gesamten Borbet Gruppe. Das muss sich zwingend ändern.  Die Kolleginnen und Kollegen brauchen auch hier entsprechende Tariflöhne und deshalb rufe ich die Belegschaft dazu auf, sich am Kampf für die mittel- und langfristigen Ziele zu beteiligen.“

 Bei Ontex in Großpostwitz traf Wolfgang Lemb Betriebsratsmitglieder, die derzeit einen Zukunftstarifvertrag verhandeln. Lemb: „Der Besuch bei Ontex war für mich sehr interessant. Sowohl was die Produkte betrifft, als auch die Gespräche zu den Arbeitsbedingungen hier. Besonders interessant, war der Hinweis des Betriebsratsvorsitzenden Kai Hölzel, dass Ontex eines der wenigen Unternehmen war, die während der Wende klare Vorgaben der Treuhand zu erfüllen hatten. Das betraf die Bildung von Betriebsräten und die Frage der Tarifbindung. Das zeigt, dass es damals ging. Wir brauchen das heute, insbesondere mit Blick auf die aktuelle Krisensituation auch für andere Unternehmen im Freistaat Sachsen.“

 Beim Wohnmobilherstellers Capron in Neustadt finden momentan die Vorbereitungen der längst überfälligen Betriebsratswahl statt. Der sächsische Standort, der zur Hymer Group gehört, ist der einzige Standort ohne ordentliche Arbeitnehmerinteressenvertretung. Lemb: „Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft gehören bei Hymer zum guten Ton. Dies wünschen wir uns natürlich auch für den Standort in Neustadt. Eine Zutrittsverweigerung für Gewerkschaften, so wie heute von der Geschäftsführung ausgesprochen, ist nicht akzeptabel. Den Kolleginnen und Kollegen wünsche ich viel Erfolg bei der Betriebsratswahl.“ 

 

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