IG Metall - Perspektive Ost
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23.09.2021, 23:09 Uhr

IG Metall Vorstand/ Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Durchbruch bei der Angleichung Ost - Pilot steht zur Übernahme an - Angleichungsfrage soll in Extraformat geklärt werden

  • 17.05.2021

Die IG Metall hat den Einstieg in die Angleichung im Osten geschafft. VW Sachsen, ZF Brandenburg, SAS und weitere Unternehmen führen die 35-Stunden-Woche ein. 2022 gehts runter auf 37.Das Thema Angleichung bleibt dabei auf der Agenda. Bis Ende Juni 2021 soll mit dem sächsischen Arbeitgeberverband VSME ein tariflicher Rahmen geschaffen werden, der betriebliche Schritte zur Angleichung möglich macht.

Die Mauer bröckelt. Die IG Metall hat den Durchbruch bei der Angleichung der Arbeitsbedingungen in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie geschafft. Die 35-Stunden-Woche kommt.

„Damit ist der jahrzehntelange Widerstand der Arbeitgeber gebrochen, zu verbindlichen Stufenplänen der Angleichung zu kommen", erklärt Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall. "Unsere Erwartung ist, dass sich in den nächsten Wochen und Monaten weitere Unternehmen zu ihrer Verantwortung zur sozialen Einheit Deutschlands bekennen und vergleichbare Regelungen mit der IG Metall treffen.“

Tariflicher Rahmen in Sachsen bis Ende Juni

Auch in der Fläche geht es voran. In Sachsen übernehmen die IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen und der Arbeitgeberverband VSME den Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen. In den Betrieben ist im Juni de erste Zahlung fällig - die Corona-Prämie von 500 Euro. Aber IG Metall und VSME haben eine auch eine Verhandlungsverpflichtung geschlossen: Bis Ende Juni 2021 soll ein tariflicher Rahmen geschaffen werden, der betriebliche Schritte zur Angleichung möglich macht.

„Darin ist nach unserer Vorstellung klar festzulegen, im Rahmen welcher Eckpfeiler sich die Betriebsparteien bewegen dürfen", erklärt Birgit Dietze, Verhandlungsführerin und Bezirksleiterin der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Sollte es in diesem Prozess bis Ende Juni 2021 zu keiner tragfähigen Einigung kommen, werden wir das Ziel der Angleichung weiterverfolgen und dafür unsere Strategie Haus für Haus ausrichten. Die Fläche setzen wir dann auf diese Weise zusammen.".

Weiter Druck für die Angleichung

Die Angleichung Ost kommt - so oder so. Erstmals haben die Arbeitgeber ihre seit der Wiedervereinigung währende vollständige Blockade gegen die Aufhebung der Benachteiligung der Beschäftigten in Ostdeutschland aufgegeben. Auch in anderen Tarifgebieten und Betrieben laufen Gespräche.

„Diese Ergebnisse konnten wir nur durchsetzen, weil die Beschäftigten in Berlin, Brandenburg und Sachsen mit ihren eindrucksvollen Warnstreiks den nötigen Druck erzeugt haben", meint Hofmann. "Klar ist, wir werden den Druck dort, wo Unternehmen sich weiterhin weigern, ihre Belegschaften in Ost und West gleich zu behandeln, weiter aufrechterhalten.“

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